Belegarbeit wurde nicht benotet, sie sei zu professionell

Wir diskutieren über Probleme in der Schule, über Lehrer über Eltern - und natürlich über unsere Kinder selbst!

Belegarbeit wurde nicht benotet, sie sei zu professionell

Beitragvon Ambrosius » Mi 01.02.2012 20:07

meine Tochter hat zur Notenverbesserung eine freiwillige Belegarbeit in Form einer Präsentation anfertigen dürfen. Diese erstellte sie mit meiner Unterstützung. Bei Abgabe wurde ihr gesagt - Diese Arbeit kann ich nicht bewerten, sie ist mir zu professionell -
Nach schriftl. Anfrage und dem Versuch zu einem Termin für ein persönliches Gespräch kam eine mir noch überraschendere Antwort zurück.
- "Ich bewerte wenn mir glaubhaft gemacht wurde, dass das Kind daran beteiligt war,hierbei glaube ich es nicht", (sie wurde übrigens nicht bzw. nur labidar mit einer Frage zur Quellenangabe befragt) - weiter in der Antwort "außerdem ist mir die Zensuren- und Lehrerkonferenz momentan wichtiger"

Darf das sein? :?:
Ambrosius
 
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Re: Belegarbeit wurde nicht benotet, sie sei zu professionel

Beitragvon pieter » Do 02.02.2012 07:36

Hallo Ambrosius,

hier gibt es eine ganz einfache Antwort: Nein, das darf nicht sein!!!!

Auch bei Schülern gilt die Unschuldsvermutung unseres Rechtssystems, auch sie müssen nicht ihre Unschuld nachweisen, wie jeder Bürger in unserem Land, sondern ihre Schuld muss bewiesen werden! Natürlich gehen die Lehrer davon aus, dass den Kindern bei einer solchen Fleißarbeit geholfen wird, aber nachdem Ihr sicher nicht die Relativitätstheorie von Einstein widerlegt habt, ist das Verhalten der Lehrkraft nicht nachzuvollziehen.

Wenn die Lehrkraft die Möglichkeit zur Notenverbesserung eingeräumt hat, dann darf sie nicht einen derartigen Rückzieher machen (keine Zeit!).

Wenn es sich um eine wichtige Note handelt (Hauptfach), dann würde ich meiner Tochter ein Briefchen mitgeben (damit es die Lehrkraft auch wirklich umgehend bekommt) und ihr darin - kurz - die Fakten aufführen, die Du in dem Gespräch hättest anbringen wollen, sowie die beiden obigen Punkte. Und dann den unemotionalen Hinweis, dass Du ansonsten die Angelegenheit mit einer Dienstaufsichtsbeschwerde klären müsstest.

Ich weiss, dass viele Eltern vor einem solchen Schritt zurück schrecken, aber wenn man auf eine solche Mauer der Ablehnung stößt, bleibt oftmals keine andere Möglichkeit.

Vor allem Eines: Ihr seid im Recht!

Viel Erfolg

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Re: Belegarbeit wurde nicht benotet, sie sei zu professionel

Beitragvon Ambrosius » Do 02.02.2012 09:29

Hallo Pieter,
Danke. Es wird so das Beste sein, zumal bei dieser Person ein Gespräch wohl eher nichts gebracht hätte. Vielleich werde ich den Elternsprecher noch mit einbeziehen.
Beste Grüße Ambrosius
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Re: Belegarbeit wurde nicht benotet, sie sei zu professionel

Beitragvon Harald » Do 02.02.2012 11:17

Ich hab mal in einem ähnlichen Fall wo ein Lehrer einer schriftlichen Äußerung von mir nicht geglaubt hat, ihn gefragt, ob er damit behaupten wolle, ich würde lügen? Wenn ja, wüßte ich, was ich umgehend tun würde.... Er hat nie mehr wieder gewagt an meinen Äußerungen zu zweifeln!

Seitdem lasse ich mich nie mehr wieder auf solche Diskussionen ein, ob ein Kind zu etwas fähig sei oder nicht. Das lenkt zu sehr vom Wesentlichen ab. Ich bin ein erwachsener Mensch und unbescholtener Bürger, zahle brav meine Steuern :) und wenn ich darlege, dass mein Kind diese Arbeit - zusammen mit mir - gemacht hat, dann möchte ich den sehen, der mich der Lüge bezichtigen darf! Dazu darf sich auch ein Lehrer nicht versteigen!

Bleib konsequent!

Harald
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